Kreuzfahrt mit Kuba und Mexiko – Die Perlen der Karibik

Das Wetter bei uns wird jetzt so richtig ungemütlich und man sehnt sich in die sonnig warmen Länder. Das denkt sich unsere MS Berlin auch und ist – wie jedes Jahr – gerade unterwegs in die Karibik. Damit ihr bei den Temperaturen trotzdem in Urlaubsstimmung kommt, berichte ich euch mal von meiner Reise im letzten Winter mit der MS Berlin in Kuba und Mexiko.

 Die Hauptstadt der Perle der Karibik

Gestartet sind wir in Havanna und haben die Stadt erst einmal 11 Stunden lang auf eigene Faust erkundet. Unser erstes Ziel war das „Capitolio“, das man schon auf dem ein oder anderen Kuba-Foto gesehen hat. Es soll aussehen wie das Kapitol in Washington und war früher ein Sitz des Repräsentantenhauses. Drinnen ist jetzt zum Beispiel die Nationalbibliothek zu finden, trotzdem werden dort aber immer noch politische Sitzungen abgehalten. Direkt nebenan steht das Gran Teatro, ein Opernhaus, aus dem das Ballet Nacional de Cuba und das Teatro Lirico Nacional de Cuba stammen. Für Klassik-Liebhaber definitiv ein Besuch wert.

Was man in Havanna auch gesehen haben sollte, ist die Altstadt „La Habana Vieja“, wo  die Kathedrale San Cristóbal steht. Aktuell ist sie der Sitz des Erzbischofes, auch die letzten drei Päpste haben sie schon besucht. Sie steht direkt am „Plaza de la Catedral“, einer der schönsten Plätze, umsäumt mit Gebäuden aus der Kolonialzeit. Für die Kunstinteressierten bietet der Platz die Galerie Victor Manuel, die von außen ziemlich unspektakulär wirkt. Sie ist in einem alten Badehaus, birgt aber Kunstwerke für die ganz große Reisekasse.

Auf der anderen Seite des Kanales liegt die Festung La Cabaña mit ihrer Schutzmauer aus Felsen. Von hier aus hat man eine Wahnsinns-Sicht über die Stadt. Damals sind viele beim Versuch die Festung zu stürmen kläglich gescheitert – sie ist daher ein wichtiger Bestandteil der Geschichte Havannas und ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe.

Aber jetzt mal zu den typischen Sachen, die man in Havanna erwartet: Oldtimer, Zigarren rauchende Frauen und bunte Häuser. Die Autos sind nach wie vor einfach ein Hingucker – ein knalliger Cadillac jagt den anderen. An manchen Straßenecken werden Zigarren gerollt und selbstverständlich nebenbei auch gleich geraucht. Leider sind die bunten Häuser runtergekommen – sie hinterlassen trotzdem irgendwie einen schönen Eindruck. Es passt einfach dazu.

Schick ins neue Jahr auf der MS Berlin

Den Tag darauf verbrachten wir auf See und haben schick im Anzug und Fliege Silvester gefeiert. Die Crew hat sich richtig ins Zeug gelegt! Am nächsten Tag ließ sich nicht verbergen, dass das neue Jahr ausgiebig begrüßt wurde…

Geheimtipps auf der anderen Seite Kubas

Die MS Berlin ist einmal auf die andere Seite Kubas gefahren, um in Cienfuegos anzulegen – eine Hafenstadt in Cuba, die nicht allzu bekannt ist. Hier ist architektonisch einiges geboten, wie zum Beispiel der Triumphbogen. Wir haben uns Cienfuegos allerdings nur kurz gewidmet und einen Ausflug nach Trinidad gemacht. Trinidad heißt nicht nur die Insel vor Venezuela, sondern auch ein Städtchen mitten in einer malerischen Landschaft östlich von Cienfuegos zwischen den Bergen. Hier kommt man der kolonialen Vergangenheit Kubas besonders nahe. Durch die abgelegene Lage war es ein guter Ort für Sklavenhandel, Piraterie oder Schmugglerei. Hier herrscht eine besondere Atmosphäre der vergangenen Zeit mit Gässchen mit Kopfsteinpflaster und bunten Häusern.

Andererseits herrscht auch eine entspannte Atmosphäre. Auch wenn viele Menschen unterwegs sind und den Ecken laute Musik kommt, springt die Gelassenheit direkt über. Natürlich gibt es auch hier eine Kathedrale und viele Plätze in der Stadt zu besichtigen. Zum Beispiel der Kirchenturm ist das Wahrzeichen der Stadt und auch auf den Münzen abgebildet. Gleichzeitig ist er ein Museum über den Kampf der Revolutionäre und ein Aussichtsturm. Eine gute Möglichkeit, um den Blick nochmal über das Städtchen schweifen zu lassen, bevor wir wieder zurück zur MS Berlin fahren.

Maya-Kultur und ein gelungener Abschluss unter Wasser

Nächster Halt: Mexiko.
Die Halbinsel Yucatan bietet jede Menge karibische Strände, die zum Baden und Tauchen einladen. Wir sind erst einmal ca. 2 Stunden ins Landesinnere gefahren, um eine der am besten erhaltenen  Maya-Stätten zu besuchen: Chichén Itzá. Dort findet man die Pyramide Kukulkan, ein Observatorium, einen Kriegertempel, Ballspielplätze und vieles mehr, was von den Mayas so übrig geblieben ist. Auf den Ballspielplätzen wurde damals ausgespielt, wer auf der Pyramide den Göttern geopfert wird. Ziemlich makaber, aber andererseits auch sehr interessant. Wer in Mexiko ist, sollte es jedenfalls nicht verpassen, eine der Stätten zu besuchen – wir hatten einen super Ausflug!

Wer in Playa del Carmen die Strände gesehen hat, bekommt spätestens dann richtig Lust auf Baden und Tauchen. Wir haben in den vorherigen Tagen ziemlich viel über Kultur und Vergangenheit aufgesaugt und sind an unserem letzten Tag zu einer Cenote gefahren. Das sind eingestürzte Höhlen, die mit Süßwasser gefüllt sind. Man kann von den Felsen oben in das tiefe Wasserloch springen oder die unzähligen Fische beim Tauchen beobachten. Danach haben wir es uns nicht nehmen lassen, noch aufs Meer  rauszufahren und in dem klaren Türkis zu schnorcheln. Ein schöner Abschied von der Karibik und einer wundervollen und erlebnisreichen Kreuzfahrt.

Wenn ihr jetzt auch Lust habt, dem Winter zu entfliehen, stöbert hier bei unseren Karibik-Kreuzfahrten.