Fragerunde mit Kapitän Panchenko auf der MS Berlin

Wenn Kreuzfahrtdirektor Stelios an einem erholsamen Tag auf See zur öffentlichen Fragerunde in die Sirocco Lounge lädt, dann plaudert so mancher aus dem Nähkästchen… So auch Kapitän Oleg Panchenko. Entspannt sitzen die beiden zusammen, die Gäste lauschen interessiert dem Gespräch und erfahren dabei so einiges über den wichtigsten Mann an Bord.

Wir haben mal reingehört…

Als erstes möchte Stelios wissen, ob Kapitän Panchenko spontan entschieden hat Kapitän zu werden oder ob es schon immer sein Wunsch war.

„Seit ich denken kann, also schon als kleiner Junge, war es immer mein Wunsch eines Tages Kapitän zu werden und auf den Ozeanen dieser Welt zu kreuzen.“

Nun möchte Stelios in Erfahrung bringen, wie lange man für diesen Beruf studieren muss und was zu den wichtigsten Aufgaben eines Kapitäns zählt. Ob unser lieber Kreuzfahrtdirektor selbst eine berufliche Veränderung in diese Richtung anstrebt?

„Insgesamt sind es sechs Studienjahre im nautischen Fachbereich, die ich an der renommierten Marine Akademie in Odessa verbracht habe. Nach dem Studium wird man natürlich auch nicht gleich Kapitän. Es wird eine klassische Laufbahn verfolgt, die einen schließlich ans Ziel bringt: Kapitän eines Hochseeschiffes. In meinem Fall heuerte ich nach dem Studium zunächst als vierter Offizier an Bord der Maxim Gorky an. Später dann fuhr ich neun Jahre lang als Staff Kapitän an Bord der MS Astor bis ich 2011 zum Kapitän ernannt wurde und seit 2013 ist die BERLIN meine zweite Heimat geworden.

Das Navigieren des Schiffes ist ein Teil meiner Aufgaben, doch wesentlich bedeutender ist meine Verantwortung für die Sicherheit aller an Bord befindlichen Menschen. Gäste und Crew gleichermaßen.“

Wenn Sie nun so auf Ihr Leben und Ihre Karriere zurückblicken, gibt es etwas, das Sie anders tun würden? Würden Sie gar einen anderen Beruf wählen? Die Antwort darauf fällt kurz und direkt aus:

„Ich würde alles wieder genau so tun.“

Wenn jemand schon so viele Länder dieser Welt bereist hat, dann gibt es doch sicher einen Lieblingshafen?

„Barcelona, Málaga, die Adria Küste und Griechenland. Huch, das war jetzt mehr als ein Hafen… Es gibt einfach zu viele schöne Orte auf dieser Welt, da kann man sich schwerlich festlegen.“

Im zweiten Teil werden die Fragen des Kreuzfahrtdirektors schon etwas persönlicher, er möchte es genau wissen und befragt Kapitän Panchenko nach seinem Wohnort und seinem Familienstand.

„Ich lebe in meiner wunderschönen Heimatstadt Odessa in der Ukraine. Ich bin glücklich verheiratet und habe einen Sohn. Mittlerweile bin ich sogar schon stolzer Opa von zwei Enkelkindern.“

Ob seine Frau ihn auch mal an Bord besucht?

„Früher immer… Aber seit die Enkelkinder da sind, hat sie keine Zeit mehr für mich.“ Sagt er mit einem Schmunzeln.

Zu guter Letzt befragt Stelios den Kapitän nach seinen Urlaubsplänen und danach wie er sich fit hält…. Ob er im Urlaub gerne auf Kreuzfahrtreisen geht?

Kapitän Panchenko lacht:

„Nein, meinen Urlaub möchte ich nicht weiter an Bord eines Schiffes verbringen. Ich bin ja in der Regel drei Monate im Einsatz und den etwa 1,5 monatigen Urlaub im Anschluss verbringe ich daheim bei und mit meinen Liebsten. Meine Enkelinnen halten mich fit und immer auf Trab. Außerdem spiele ich gerne Fußball, laufe meine Runden und vermeide generell Fahrstühle.“

Unsere beiden Kapitäne haben sich bereits in einem Artikel vorgestellt, hier könnt ihr auch etwas über unseren Kapitän Alberto Tarozzi nachlesen.